Wie beim Wörterbuch gilt auch hier: Das Stile-Lexikon ist natürlich nicht vollständig. Dafür gibt es zu viele Arten und Unterarten. Auch erheben wir keinen Anspruch auf absolute Korrektheit. Wer etwas hinzufügen oder berichtigen möchte kann uns gerne eine Mail schicken.

 
Bayou Blues 
  
Stil aus Süd-Lousiana, in dem sich Cajun und Blues verbinden. Cajun besteht aus Elementen der französischen, keltischen, angelsächsischen und kreolischen Tradition.

Lonnie Brooks
Clifton Chenier

Clifton Chenier

British Blues 
  
Der Britische Blues ist ein Blues Stil der späten 50er Jahre. Britische Teenager begannen Blues zu spielen und imitierten die verschieden Stile des amerikanischen Blues. Allmählich kam in der Mitte der 60er Jahre ein eigener ausgeprägter Britischer Sound hinzu.

Eric Clapton
John Mayall
The Rolling Stones



John Mayall

Chicago-Blues 
  
Mehrstimmiger Sound, fünf bis sechs Musiker - Der Sound rollte und schlingerte wie ein voll beladener Güterzug, beständig und unaufhaltsam mit nur wenigen rhythmischen Abweichungen und Variationen.

Muddy Waters
Howlin Wolf



Muddy Waters

Chicago R&B (50-60´er) 
  

Bo Diddley
Chuck Berry
J. L. Hooker



Bo doddley

Club-Sound 
  
(1940) Westküste, Stil für schummrige Bars, Klavier, Bass und Gitarre, träumerischer Blues und leichte Tanznummern, zurückhaltend

Nat King Cole



Nat King Cole

Country-Blues 
  
(1920-30) Oberbegriff für mehrere Stilrichtungen des Blues; Ursprung in ländlichen Regionen der amerikanischen Südstaaten; vorwiegend mit akustischer Gitarrenbegleitung vorgetragen - regionale Ausprägungen des Country Blues: Delta Blues, Atlanta Blues und Texas Blues

Muddy Waters
Sleepy John Estes
Skip James
Mississippi John Hurt


Mississippi John Hurt

Delta Blues 
  
Archaischer Bluesstil: in den 1910er Jahren im Mississippi-Delta entstanden; er ist rau und intensiv, geprägt durch leidenschaftlichen Gesang und eine sparsame Gitarrenbegleitung; häufig mit im Offbeat geschlagenen Akkorden, Läufen auf den Basssaiten und einer Kontrapunktierung oder Dopplung der Gesangsstimme auf den Diskantsaiten; markantes Element: Spiel mit dem Bottleneck

Robert Johnson
Charlie Patton



Robert Johnson

Fife-And-Drum-Blues 
  
(= Querflöte + Trommel) Diese Bands stammen wahrscheinlich von den Marschkapellen der lokalen Milizeinheiten im Süden der USA ab. (19. Jh). Besetzung: Querflöte, Blechtrommel, 1-2 Schnarrtrommeln. Tanzmusik die meist ohne Gesang vorgetragen wurde. Alle spielen im Stehen und laufen oder tanzen zur eigenen Musik.




Folk-Blues 
  
Akustischer Blues, einfach, wenig Instrumente (Gitarre und Mundharmonika)

Sonny Terry
Brownie McGhee



Brownie McGhee

Hard-Time-Blues 
  
Klagender Blues mit Texten die das schwierige Leben beschreiben.

Bessie Smith



Bessie Smith

Hokum-Blues (Unsinns-Blues/Party-Blues) 
  
(1930) schneller, tanzbarer Blues mit fröhlichen Texten mit Doppeldeutigkeiten und frivolen Anspielungen - wird bisweilen auch als „Hot-Jazz“ bezeichnet

Bo Carter
Tampa Red
Big Bill Broonzy
Washboard Sam



Big Bill Broonzy

Jug Bands  
  
Bluesvorläufer mit z.T. selbst gebauten Instrumenten: Jug (Tonkrug), Waschbrett, Teekistenbass, Kazoo, Gitarre, Mundharmonika - Flotter und fröhlicher Blues, der auf Partys und in Shows und Varieté-Theatern gespielt wurde.

Washboard Sam


Washboard Sam

Jump-Blues  
  
(1940) Ableger des R&B der Nachkriegszeit, Flotte Tanzmusik, kleine Gruppen mit Big-Band-Sound, dreistimmiger Bläser-Satz und oft komödiantischen Texten mit Bezug zum zeitgenössischen städtischen Umfeld - im Unterschied zu den meisten anderen Bluesspielarten gehört beim Jump Blues die Gitarre zur Rhythmus-Sektion

Big Joe Turner
Wynonie Harris
Louis Jordan



Louis Jordan

Motown-Blues  
  
(Motor Town – Detroit) bunte Szene mit vielen Individualisten, kein einheitlicher Stil

John Lee Hooker
Bobo Jenkins
Big Maceo
Dr Ross



John Lee Hooker

New Orleans R&B 
  
weniger mechanisch, Bläser, Sänger ist der „ewige Verlierer“

Fats Domino
Litlle Richard



Fats Domino

New York-Blues  
  
Nach dem zweiten Weltkrieg dominierten vor allem die akustische Gitarren die Szene, es wurde eher Country-Blues gespielt, zum Teil wurde die Musik mit Ragtime gemischt dadurch klang sie lebhaft und leicht

Gabriel Brown
Brownie McGhee
Sonny Terry



Sonny Terry

Rhythm & Blues 
  
(R & B) Mischung aus verschiedenen Stilen: Chicago, Detroit, Harlem, Motown, Soul,

Howlin´Wolf
Ray Charles



Ray Charles

St. Louis Blues  
  
Roosevelt Sykes
Peetie Wheatstraw
Lonnie Johnson
Victoria Spivey



Victoria Spivey

String Bands  
  
1860, Vorläufer der Blues-Bands, Besetzung: Geige, Mandoline, Banjo und Cello.




Swamp-Blues  
  
(ruhig, locker) entstand aus dem reinen Gitarren- und Mundharmonika-Sound; beständiger viertaktiger Bass; coole, raue fast distanzierte Wiedergabe, die oft verzerrt klingt; Verbindung von elektrischen Instrumenten mit Heimatklängen; nasaler unkomplizierter Gesangsstil

Slim Harpo



Slim Harpo

Texas-Blues  
  
Gitarre und Gesang, call-and-response, halb singen halb sprechen, keine zusammenhängenden Akkorde, sondern einzelne Riffs, oft Gesang ohne Begleitung mit anschließender Beantwortung durch die Gitarre

Lightnin´Hopkins
Texas Alexander
Jesse Thomas



Lightnin´Hopkins

West Coast Blues  
  
Stilrichtung des Blues, die von Jazz und Jump Blues beeinflusst ist. Das Piano spielt eine zentrale Rolle, und häufig gibt es jazz-orientierte Gitarrensoli. Die Ursprünge liegen in den 1940er Jahren, als Texas-Blues-Musiker sich in Kalifornien niederließen

Lowell Fulson
B. B. King
T-Bone Walker



B. B. King

West Side-Blues (50´er)  
  
musikalische und kommerzielle Antwort auf das Blues-Establishment - Ablehnung von Kompromissen, Glorifizierung der Kultur der Schwarzen, leichtere, subtilere, rastlose, akkordreiche Rhythmen, E-Bass statt Kontrabass, Saxophon statt Mundharmonika, Anklänge an zeitgenössischen Jazz, hohe klagende Vokals, verzerrte Gitarrenriffs, Gitarrensoli

Buddy Guy
B. B. King
Otis Rush
Magic Sam



Buddy Guy